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Sophie Zuser 6 Jahre schrieb:

Es ist Advent! Ein Lichtlein brennt!
Noch steht`s in dunkler Nacht allein,
doch immer heller wird sein Schein.
Es strahlt nicht nur in alle Welt,
sein Glanz auch in die Herzen fällt.

Barbara Schachinger 12 Jahre schirieb:

Was duftet so nach Tannen?
Das ist ein grüner Kranz.
Vier Kerzen werden leuchten im weihnachtlichem Glanz.
Wir singen frohe Lieder und
sind ein Weilchen still.
Und freuen uns von Herzen,
weil Weihnacht werden will.

Marcel Mitmasser schrieb:

Muhh, brummt der Ochs in Betlehems Stall.
Laah, haucht der Esel ganz ohne Krawall.
Ich freu`mich, sagt Josef, der gute Mann.
Ich auch, sagt Maria, so leise sie kann.
Dann beginnt das Kind
in der Krippe zu schrein:
"Wer sich freut, dass ich lebe,
darf lauter sein!"

Anja Hamerle, 10 Jahre schrieb:

Weihnachten!
Das Wichtigste an Weihnacht ist,
dass niemand an Geschenken misst.
Man soll sich lieben und versteh'n,
am Festtag vor dem Christbaum stehn.
Die Lichter leuchten still am Baum,
wir sehn uns an und sprechen kaum.
Die Engel flüstern uns ins Ohr:
Weit offen ist das Himmelstor!
Dass Jeder seine Freude finde
an dem lieben Jesuskinde!

Rudi Seiser, 14 Jahre schrieb:

Weihnachtsgeschichte
Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun

Margit Strak, 12 Jahre schrieb: Die kleine Weihnachtskerze

Eine fast vergessene Legende erzählt von einer kleinen Kerze, die nicht brennen wollte. "Wer brennt, verbrennt recht bald", jammerte sie, "und dann ist es um ihn geschehen. Ich will bleiben, wie ich bin."

Eine größere Kerze antwortete gelassen: "Wenn du nicht brennst, bist du tot, noch bevor du gelebt hast. Dann bleibst du auf ewig Wachs und Docht. Nur wenn du dich entzünden lässt, wirst du, was du wirklich bist."

Aber die kleine Kerze war nicht überzeugt. Sie wollte bleiben wie sie war.

"Man kann es eigentlich nicht mit Worten erklären, man muss es erfahren", fuhr die andere Kerze rätselhaft fort. "Nur, wer sich hingibt, verwandelt die Welt, und indem er die Welt verwandelt, wird er auch ER selbst. Du darfst nicht über das Dunkel klagen und über die Kälte, wenn du dich nicht anstecken lässt!"

Da ging der kleinen Kerze plötzlich ein Licht auf. Sie gab ihren Widerstand auf und ließ sich anzünden. Und je mehr sie flackerte, desto mehr verwandelte sie sich in Licht und strahlte und leuchtete, als gälte es, alle Nächte der Welt hell zu machen. Am schönsten war ihr Widerspiegel in den Augen und Herzen der Menschen.