Christbäume aus Österreich - Neuigkeiten
Heimische Christbäume: Schafe helfen bei der Unkrautvernichtung
St. Pölten – Immer mehr Christbaumbauern der ARGE NÖ Christbaumproduzenten setzen auf Schafe als ökologische Unkrautvernichter. Friedlich zwischen den Tannenbäumen weidend, halten sie das Gras kurz und sorgen so für gleichmäßigen Baumwuchs. Wenn der Dezember mit dem Ab-Hof-Verkauf naht, müssen sie allerdings in den Stall. Warum, hat einen einfachen Grund.
Immer mehr heimische Christbaumproduzenten sind aufs Schaf gekommen – genauer gesagt auf das Shrop-Shire-Schaf. Diese Schafart aus England sorgt in vielen Kulturen der Christbaumbauern der ARGE NÖ Christbaumproduzenten als „ökologische Unkrautvernichter“ für gleichmäßigen Baumwuchs. Karl Schuster, GF ARGE NÖ Christbaumproduzenten erklärt: „Die Schafe weiden friedlich zwischen den Christbäumen und halten Gras und Unkraut kurz. Alle Äste der Christbäume – auch die untersten Reihen – erhalten so gleichmäßigen Zugang zu Licht und können sich frei von Hindernissen schön entwickeln.“
Britischen Diven in heimischen Christbaumkulturen
Die britischen Shrop-Shire-Schafe sind wählerischer als unsere heimischen Schafsrassen. Ihnen schmeckt nur das junge frische Gras unterhalb der Christbäume. Die schwarz-weißen Tiere leisten gute Arbeit: Zwischen den Christbäumen ist das Gras hoch, die Nadelbäume selbst stehen in einem runden Kreis mit kurzem Gras. Voraussetzung für den Erfolg mit den Shrop-Shire-Schafen ist, dass man Liebe und Zeit für die Tiere hat. Michael Hauck, Christbaumbauer und Mitglied der ARGE aus Henzing/NÖ, arbeitet schon seit 12 Jahren mit den Schafen: „Man muss fast täglich bei den Schafen vorbeischauen. Wenn sie nicht mehr genug Gras und Unkraut zu fressen haben, machen sie sich über die Jungtriebe der Bäumen her.“ Hauck hat daher seine Christbaumkulturen in Teile abgetrennt, damit er die Schafe immer wieder umkoppeln kann.
Ökologische Christbäume und der Ab-Hof-Verkauf
Bevor der Ab-Hof-Verkauf der Christbäume beginnt, müssen die wählerischen Shrop-Shire-Schafe allerdings wieder in den Stall. Hauck schmunzelt: „Kunden, die sich ihren Christbaum direkt in der Kultur aussuchen möchten, schätzen die Hinterlassenschaft der Schafe auf ihren Schuhen nicht so sehr“.
Die ARGE NÖ Christbaumproduzenten unterstützt ihre Mitglieder schon seit Jahren in der ökologischen Produktion von Weihnachtsbäumen und forciert auch den Einsatz von Schafen. Schuster: „Christbaumbauern, die nicht mit Schafen arbeiten möchten, müssen selbst Hand anlegen. Mit kleinen Hand-Mähgeräten erreicht man ein ebenso gutes Ergebnis wie mit Schafen“. Für viele Christbaumbauern haben die Schafe aber auch einen anderen Nutzen. Sie verarbeiten das Fleisch zu würzigen Würsten oder verkauft es frisch.
Die Herkunftsschleife garantiert den Unterschied
Wer einen garantiert schönen Baum haben möchte, sollte auf die Herkunftsschleife der ARGE NÖ Christbaumproduzenten achten. Sie garantiert kontrollierte heimische Qualitätsbäume. „Grundsätzlich haben wir heimischen Bauern genug Bäume für alle. Bei den großen Größen könnte es allerdings knapp werden. Wer einen seinen perfekten Christbaum haben möchte, sollte seinen Baum möglichst früh kaufen“, empfiehlt Franz Raith, Präsident der Europäischen Christbaumproduzenten und Obmann ARGE NÖ Christbaumproduzenten. Aber nicht nur Preis und Qualität sprächen für den Christbaum aus Österreich. Schuster: „Durch seine kurzen Transportwege steht er für Klima- und Umweltschutz und frische Qualität.“
Fotos: Schafe in der Christbaumkultur. Im Hintergrund: Michael Hauck ©www.weihnachtsbaum.at/Nagl