Ausreichend heimische Christbäume zu stabilen Preisen

Die heimischen Christbaumbauern sind auf das heurige Weihnachtsfest gut vorbereitet.

Die Oberösterreicher brauchen sich daher keine Gedanken machen, ob sie heuer wieder ihren „Baum aus der Heimat“ bekommen. Die OÖ Christbaumbauern produzieren krisensicher. Die meist relativ kleinen Anbauflächen wurden ausgeweitet und sind über ganz Oberösterreich verteilt.

„Traditionell starten die OÖ Christbaumbauern ab 8. Dezember mit dem Verkauf der Bäume. Damit bleiben die frisch geschnittenen Bäume bis über das Weihnachtsfest hinaus grün und die Nadeln halten“, so ÖR Ing. Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

„Mit dem Kauf eines heimischen Christbaums trägt man zur Erhaltung des ländlichen Raumes bei. Für den Weihnachtsbaum aus Oberösterreich spricht sein frischer Zustand durch kurze Transportwege und die heimische Wertschöpfung. Damit leistet man auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Regionalität hört nicht bei den Lebensmitteln auf, sondern auch der heimische Christbaum ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, der bäuerliche Einkommen und Arbeitsplätze sichert", erklärt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

Versorgungssicherheit, Nähe und Erkennbarkeit

„Die knapp 170 Mitgliedsbetriebe der OÖ Christbaumbauern haben sich in den letzten Jahren auf den höheren Bedarf eingestellt, indem sie ihre Anbauflächen auf etwa 550 Hektar ausgeweitet haben und damit die Versorgung garantieren. In unserem Bundesland kommen etwa 80 bis 85 Prozent der gekauften oder geschenkten Bäume aus heimischem Anbau. Letztes Jahr wurden in Oberösterreich von den heimischen Christbaumbauern etwa 400.000 Christbäume verkauft“, erläutert Reisecker.

Die Oberösterreicher sind nämlich besonders patriotisch, was ihre Christbäume angeht: 91 Prozent der Oberösterreicher ist es beim Kauf wichtig, dass der Christbaum in Österreich gewachsen ist.

46 Prozent schätzen die Erkennbarkeit heimischer Bäume unter anderem durch die Schleife der OÖ Christbaumbauern. 52 Prozent der Christbäume werden in Oberösterreich ab Hof, ab Kultur oder ab Wald bei den Christbaumbauern gekauft. Die Tendenz ist steigend.

Im Durchschnitt ist in jeder dritten Gemeinde ein Christbaumbauer zu finden. Die OÖ Christbaumbauern können daher das bieten, was für 56 Prozent der Oberösterreicher wichtig ist: Versorgungssicherheit, kurze Transportwege und damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Frische Bäume zu kundenfreundlichen Preisen

Aus Umfragen wissen die oberösterreichischen Christbaumbauern, dass Aussehen, Frische und kurze Transportwege beim Kauf deutlich vor dem Preis die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Konsumenten sind. „Wir Bauern wollen die Preise für unsere Christbäume auch heuer wieder stabil halten. Es zahlt sich also aus, auf die Herkunft der Christbäume zu achten. Unsere Bäume erkennen Konsumenten an der rot-weiß-roten Herkunftsschleife der OÖ Christbaumbauern“, betont Ignaz Hofer, Obmann der Oberösterreichischen Christbaumbauern aus Sankt Agatha im Bezirk Grieskirchen.

Für ihren Lieblingsbaum werden die Konsumenten – je nach Aussehen des Baumes und Verkaufsort – für die Nordmanntanne bis 35 Euro pro Laufmeter bezahlen, Blaufichten kommen auf sieben bis 14 Euro pro Laufmeter, wobei die Preise im städtischen Bereich generell etwas höher sind. Gegenüber dem Ab-Hof-Verkauf müssen hier die Kosten für Transport und Standmiete berücksichtigt werden.

Weihnachten ohne Baum aus der Heimat nicht vorstellbar

Auch wenn es bisher wettermäßig nicht so aussieht: Weihnachten steht vor der Tür. Spätestens wenn man in die Kaufhäuser geht, merkt man jedoch die weihnachtliche Stimmung. Überall gibt es Christbaumschmuck, Deko-Ideen aus Holz und anderen Materialien sowie Dinge, die eine heimelige, weihnachtliche Atmosphäre erzeugen.

Zur weihnachtlichen Stimmung gehört für die meisten Österreicher auch der Christbaum. In den letzten Jahren stieg daher trotz Wirtschaftskrise die Zahl der Haushalte, in denen ein natürlicher Christbaum aufgestellt wird. In sieben von zehn österreichischen Haushalten steht zur Weihnachtszeit ein natürlicher Christbaum. Das ergab eine im Vorjahr vom Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der Österreichischen Christbaumbauern durchgeführte Umfrage. Die Anzahl der Haushalte ohne Christbaum ist in den letzten Jahren sogar um sechs Prozent zurückgegangen.

Etwa 90 Prozent der befragten Personen stellen aus Tradition einen Christbaum auf. Weitere Gründe sind die Kinder bzw. weil ein Christbaum in der Wohnung „an die Kindheit erinnert“. „Auch heuer werden wieder 2,6 Millionen Naturchristbäume in Österreichs Wohnzimmern für stimmungsvolle Weihnachten sorgen. 2,35 Millionen Bäume – das sind 90 Prozent – stammen aus heimischer Produktion. Sie kommen größtenteils aus Kulturen und zu einem geringeren Anteil aus dem Wald“, erläutert Präsident Reisecker.

Die Kindheit prägt – auch Singles stellen Christbäume auf

Laut Umfrage verwenden drei Viertel aller oberösterreichischen Haushalte – das sind etwas mehr als 450.000 – einen Christbaum. Der prozentuelle Anteil derer, die einen Christbaum verwenden, bleibt etwa gleich. Mit der stetig steigenden Zahl an Haushalten nahm daher in den letzten Jahren auch der Bedarf an heimischen Bäumen zu. Die Anzahl der Singlehaushalte steigt überdurchschnittlich, besonders in den Städten. Auch diese stellen einen Christbaum auf, selbst wenn sie Weihnachten oftmals bei den Eltern feiern.

Es muss eine Tanne sein

Beliebtester Baum in Oberösterreich ist die Nordmanntanne – sie schmückt drei von vier oberösterreichischen Wohnzimmern. Bei den Größen sind besonders Bäume zwischen 1,5 und 2 Meter gefragt. Waren bis vor kurzem noch besonders dichte Bäume beliebt, so geht der Trend nun wieder mehr zum Reihenabstand. So kommt auch der Christbaumschmuck besser zur Geltung. Für 66 Prozent der Oberösterreicher sind Aussehen und Frische die wichtigsten Kriterien beim Kauf ihres Christbaumes.

Das Aussehen der Christbäume ist für die Oberösterreicher unter anderem auch deshalb wichtig, weil sie viel Schuck in den Baum hängen wollen. Die Verkäufer von Christbaumschmuck bestätigen dies. Beim Schmuck ist Traditionelles angesagt. Die Farben Gold und Rot sind nach wie vor ein Renner, ebenso wie Silber und Weiß. Besonders begehrt sind aber heuer Rosa und Mint-Farben. Der Trend zu möglichst viel Schmuck am Baum hält nach wie vor an. Christbäume, die diesen Anforderungen gerecht werden, gibt es beim OÖ Christbaumbauern in der Nähe.

Ab wann bekommt man heimische Christbäume?

Direkt bei den OÖ Christbaumbauern kann man ab Anfang Dezember seinen Baum aussuchen und kaufen. Der Verkaufsstart an Ständen der heimischen Christbaumbauern ist ab 8. Dezember – so bleibt die nadelige Ware bis über Weihnachten hinaus frisch.

Infos über Verkaufsstände gibt es im Internet unter www.weihnachtsbaum.at

OÖ Christbaumbauern kooperieren mit der Aktion „Sei so frei“

Die OÖ Christbaumbauern unterstützen auch heuer wieder die entwicklungspolitische Aktion „Sei so frei“ der Katholischen Männerbewegung. Die Mitgliedsbetriebe stellen dazu auf den Verkaufsständen Sparschweine auf und machen Kundinnen und Kunden auf die Aktion „Mein Christbaum trägt Früchte“ aufmerksam.

Heimische Christbäume wachsen in Tansania nach

Nicht umsonst wird dem Baum das Symbol des Lebens zugewiesen. Das ist im waldreichen Österreich nicht anders als in den Projektländern von „Sei so frei“. Der Baum versorgt uns mit Bau- und Brennholz, liefert Sauerstoff, verhindert Erosion und verbessert und erhält die Fruchtbarkeit der Böden. Außerdem liefert er Früchte und spendet Schatten. Seit einigen Jahren setzt „Sei so frei“, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen

Männerbewegung daher auf Wiederaufforstung in Afrika und Lateinamerika. „Entwaldung und Klimawandel treffen hier vor allem jene Menschen, die ohnehin schon mit sehr wenig ihr Auskommen finden müssen“, erklärt Dr. Franz Hehenberger von der Aktion „Sei so frei“ der Katholischen Männerbewegung. Das Anlegen kleiner Mischwälder unterstützt kleine Bauernfamilien in Tansania nachhaltig, das Überleben in ihrer Heimat zu sichern. „Die oberösterreichischen Christbaumbauern machen die Kundinnen und Kunden beim Kauf ihres heimischen Christbaumes auf ,Sei so frei‘ aufmerksam und bitten sie um eine Spende. Mit einem Euro können schließlich zwei Setzlinge gekauft werden“, erklärt Obmann und Christbaumbauer Ignaz Hofer.

„Die Kooperation mit den Christbaumbauern OÖ ist besonders fruchtbar, denn so können wir bei den Menschen in Österreich Bewusstsein schaffen, wie wichtig es ist, Wälder in Afrika wieder aufzuforsten“, freut sich Mag. Christina Lindorfer, Projektmanagerin von „Sei so frei“. Mit den Spenden aus dem letzten Jahr konnten rund 6.800 Setzlinge gepflanzt werden.

Auch in diesem Advent bitten die OÖ Christbaumbauern und „Sei so frei“ daher wieder um eine Spende für Obstbaumsetzlinge in Tansania: Mit einer Spende von einem Euro pro gekauftem heimischem Christbaum können zwei Setzlinge gekauft werden. Der Christbaum wächst sozusagen doppelt nach und trägt Früchte. „Ihr Christbaum zuhause wird dadurch zu einem Baum des Lebens für unsere Mitmenschen in Tansania“, so Lindorfer.

Foto am Anfang: Die OÖ Christbaumbauern unterstützen die Aktion "Sei so frei" der Katholischen Männerbewegung. Beim Christbaumschneiden am Hof von Ignaz Hofer (2.v.r.), dem Obmann der OÖ Christbaumbauern, in St. Agatha warben Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer (r.), ÖR Ing. Franz Reisecker, Präsident der LK OÖ (2.v.l.), und Saria Amillen Andersen, "Sei-so-frei"-Projektpartnerin aus Tansania, für den Kauf eines Christbaums aus Oberösterreich. Bildnachweis: Land OÖ, Abdruck honorarfrei

Kontakt bei Rückfragen:

DI Johannes Wall, Leiter der Abteilung Forst und Bioenergie der Landwirtschaftskammer OÖ Tel +43 50 6902-1435, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontakt Öffentlichkeitsarbeit:

Mag. Elisabeth Frei-Ollmann,
Tel +43 50 6902-1591, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!