Start für die Christbaumsaison

Einen Monat vor dem Heiligen Abend haben die Vorbereitungen für den Christbaumverkauf längst begonnen. Bei den OÖ Christbaumbauern waren die vergangenen Wochen bereits geprägt von der Tannenreisig-Produktion zuerst für Allerheiligen und für Adventkränze.

Die Christbäume für den Verkauf sind bereits ausgesucht. Die meisten der rund 150 OÖ Christbaumbauern beginnen in der letzten Novemberwoche mit dem Schneiden, offizieller Verkaufsstart ist meistens um den 9. Dezember.

Weihnachten ist das Fest der Familie, des Brauchtums und der Tradition. In mehr als drei Viertel aller Haushalte ist das Aufstellen eines geschmückten Christbaumes nach wie vor üblich – eine Tradition, die in unseren Breiten vor etwa 200 Jahren begonnen hat. „Ein traditionell geschmückter Christbaum, der Duft des familientypischen Weihnachtsessens und nicht zuletzt der Duft von Kerzen und Nadeln machen das Weihnachtsfest zu einem sinnlichen Erlebnis. Die heimischen Christbaumbauern tragen somit mit ihren frisch geschnittenen Tannen mit ihrem besonderen Duft wesentlich zum Gelingen des Festes bei“, betont Michaela Langer-Weninger, Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ.

Klimawandel und Trockenheit – die Tannen haben diese gut bewältigt

Die Auswirkungen des Klimawandels – fehlende Niederschläge in der Vegetationszeit und damit einhergehende Trockenheit – waren in der Forstwirtschaft auch heuer wieder intensiv zu spüren. Trotz regional großer Niederschlagsmängel und der damit verbundenen Trockenheit konnten sich aber im heurigen Jahr die Christbäume gut entwickeln. Allerdings haben Christbaumbauern bei frisch aufgeforsteten Bäumchen in Gebieten mit Niederschlagsmangel doch teilweise Ausfälle im zweistelligen Prozentbereich zu beklagen. Bei den älteren Tannenbäumen mit ihrer speziell ausgebildeten Wurzel, die ihre Vorteile bei Trockenheit voll ausspielen kann, wurden keine Ausfälle festgestellt. Wie ein Pfahl dringt die Wurzel tief in den Boden ein und erreicht somit noch Wasser, wenn auch der obere Boden bereits trocken ist. Die heuer ausgefallenen Setzlinge werden nachgesetzt und hoffentlich in den nächsten Jahren zu schönen Christbäumen heranwachsen.

"Die Christbaumbauern und -bäuerinnen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem religiösen Weihnachtsfest. Ihre Bäume haben eine große Bedeutung für die Feier von Weihnachten, insbesondere des Heiligen Abends, in den Familien", betont Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Linz.