Salzburger Christbäume für ein besonderes Weihnachtsfest

Christbaumbauern starten Saison am ersten Adventwochenende,
am Samstag den 1. Dezember

Am Samstag, den 1. Dezember, starten die Mitglieder der Salzburger Christbaumbauern in die heurige Verkaufssaison. Konsumenten erwartet ein vielfältiges Angebot, außerdem top Qualität zu stabilen Preisen.

Naturchristbäume aus Österreich sind für fast drei Viertel der Haushalte in Österreich ein absolutes Muss. In Österreich sind das rund 2,4 Millionen Christbäume, die aus heimischer Produktion stammen. Am beliebtesten ist dabei die Nordmannstanne, die mit ihrem tiefen Grün und gleichmäßigen Wuchs erste Wahl bei den Konsumenten ist. Aber auch heimische Weißtanne oder andere Tannenarten wie Balsam-, Colorado- oder Koreatanne aber auch Blaufichte sind als Christbaum in den österreichischen Wohnzimmern vertreten. „Heimische Christbäume der Salzburger Christbaumbauern kann der Konsument an der Christbaumschleife mit dem Logo eines verschneiten Christbaumes in einer Mondnacht mit dem Schriftzug „Danke liebes Christkind“ und dem Hinweis auf die Salzburger Christbaumbauern erkennen,“ so Klaus Egger, Obmann der ARGE Salzburger Christbaumproduzenten.

Hans-Peter Kreiseder ist einer von 8 Salzburger Christbaumproduzenten der österreichweiten ARGE. Seit dem Jahr 1990 ist die Familie ein kleiner heimischer Christbaumproduzent im Flachgau. Im Laufe der Jahre wurden bereits viele Christbäume gepflanzt, gepflegt, gefällt und verkauft, um jedes Jahr aufs Neue das Weihnachtsfest zu etwas besonderem zu machen.

In dieser Zeit erlebte die Familie neben vielen schönen Begegnungen auch immer wieder, was es heißt ein Produkt zu vermarkten welches in seiner Erzeugung sehr abhängig von Umwelteinflüssen ist. Besonders stark in Erinnerung ist dem Knotzinger Bauern hier der Hagel im Juli 2009 geblieben, welcher innerhalb von kürzester Zeit die Christbaumkultur fast vollkommen zerstörte. Mittlerweile hat sich die Christbaumvegetation von diesem Ausfall erholt, viele der unbrauchbaren Bäume mussten gefällt und anderweitig verwertet werden, da sie durch die Hagelstellen als Christbäume untauglich waren. „Durch viele fleißige Hände konnten die zerstörten Bäume nachgesetzt werden und mit jedem Jahr wachsen wieder neue wunderschöne Christbäume zum Verkauf heran“, erzählt Hans-Peter Kreiseder.

Aber auch der Frost, vor allem der Spätfrost, ist jedes Jahr aufs Neue ein Problemfaktor für jeden Christbaumbauern. Kommt der Spätfrost sterben die frischen Triebe ab und verhindern einen schönen kräftigen Wuchs im Frühling. Wie überall in der Landwirtschaft war heuer auch die Trockenheit eine große Herausforderung für Bäume und Bauern. Am Familienbetrieb Kreiseder, den Hans-Peter mit seiner Gattin Magdalena und seinen beiden Kindern Tobias und Lukas, und tatkräftiger Unterstützung seiner Mutter Maria bewirtschaftet, vertrockneten heuer ca. 60-70% der frisch gepflanzten Jungbäume auf Grund der spärlichen Regenmenge.

Unterm Jahr kümmern sich bei Schönwetter in Knotzing ab Juli die rund 3.000 Legehennen der Familie darum, dass die Bäume nicht unter zu hohem Gras verschwinden. Die Zeit vorher übernimmt das noch der Landwirt, da die frischen Triebe für die Hühner sonst zu verlockend wären. Für die zwei Betriebszweige der Kreiseders ist das Ideal, man erspart sich den Rasenmäher und die Hühner können gleichzeitig im Schatten in Ruhe picken und gackern.

Christbaumschleife als Beleg für heimische Qualität

„Die Kennzeichnung mit der Christbaumschleife garantiert, dass der Baum in Salzburg bzw. Österreich gewachsen, gepflegt und geerntet wurde. Damit kann dem Wunsch der Konsumenten nach heimischer Herkunft und Qualität nachgekommen werden“, so Franz Eßl, Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg. „Mit einem besonderen Produkt, das ausschließlich für Weihnachten produziert wird, zeigen die Mitglieder der Salzburger Christbaumbauern ihr Können, denn die Ansprüche der Konsumenten sind hoch. Viel Engagement und Wissen sind die Voraussetzung, einen formschönen Christbaum zu produzieren. Die Regionalität ist dabei besonders wichtig, da heimische Christbäume im Durchschnitt nur rund 40 km transportiert werden, was bei Importware aus Nordeuropa schon mal 1.000 km und mehr ausmachen kann,“ zeigt sich Eßl der gelebten Verantwortung der Christbaumbauern für regionale Produkte bewusst.

Service für Konsumenten wichtig

Im digitalen Zeitalter ist auch ein entsprechendes Service im Internet für Konsumenten verfügbar. „Unter www.weihnachtsbaum.at kann im jeweiligen Bundesland jeder Mitgliedsbetrieb ausgewählt werden. Dabei kann sich der Konsument einen Überblick über das individuelle Angebot der Christbaumbauern machen. Ab-Hof-Verkauf, Verkaufsstände oder aber auch das spezielle Angebot, seinen Baum selbst zu ernten, Mondphasenschnitt oder außergewöhnliche Baumgrößen können so in Erfahrung gebracht werden“, berichtet DI Gottfried Schatteiner, Geschäftsführer der ARGE Christbaumbauern. „Eine oft gestellte Frage ist, wie der Baum seine Nadeln möglichst lange behält. Dazu kann geraten werden, den Baum nach dem Kauf nicht in warmer Umgebung z.B. in der Garage bis zum Aufstellen zu lagern, sondern am besten kühl und dunkel. Es ist auch zu empfehlen, den Baum aus dem Netz zu nehmen und dieses immer von unten nach oben aufzuschneiden. Wenn Konsumenten keine Lagermöglichkeit haben, besteht bei manchen Anbietern die Möglichkeit, den Baum bis zum 24. Dezember direkt beim Christbaumbauern zu lagern. Beim Aufstellen sollte der Baum am Stammfuß frisch angeschnitten und in einen Ständer mit Wasser gestellt werden. Extrem wichtig dabei ist, dass der Baum dauernd Wasser ziehen kann und das Wasser deshalb nie ausgehen darf. Es empfiehlt sich, den Baum bereits bei der Lagerung in ein Wassergefäß zu stellen“, so Schatteiner abschließend.

 

Rückfragen:

DI Gottfried Schatteiner

Geschäftsführer ARGE der Salzburger Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten

0664/6025950-274

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